Ostern auf Waller

Ostern auf Waller

Kürzlich war es wieder so weit – ich hatte endlich mal wieder Zeit gefunden, mit meinen Kumpels vom Krautfischerteam ans Wasser zu gehen. Dabei war wie bei jedem meiner bisherigen Besuche der Zielfisch klar definiert: Wels. Bereits im Vorfeld hatten wir uns über Angelplätze, Montagen, aktuelle Fänge und Wasserstände ausgetauscht, sodass ich es kaum erwarten konnte und froh war, nach einer Autobahnetappe endlich bei Volker anzukommen.
Kurz das Tackle verladen, Auto geparkt und es ging ab ans Wasser. Dort warteten bereits Heiko, Harry und Günther nebst Sohn auf uns. Die Montagen wurden gebunden und für’s Auslegen vorbereitet. Zwischenzeitlich kam Harrys Kumpel und Welsguru „Wolfi“ vorbei, der mich in meiner Meinung bestätigte: Die Bedingungen passen perfekt, heute Nacht knallt es!

 

Nach und nach stießen dann noch Jochen mit dem Hamburger Joachim und der Urlauber Björn zu uns, sodassgruppenbild wir es auf eine stattliche Anzahl an ausgelegten Montagen brachten. Hierbei gab es natürlich auch wieder die ein oder andere Überraschung (Schnursalat, Propeller vs. Steine, … J )

 

Als endlich alle Ruten lagen, widmeten wir uns dem gemütlichen Teil des Abends: Grillen, spannende Unterhaltungen und Schorle. Immer mal wieder gab es einen kurzen Piepser, jedoch noch keinen vernünftigen Biss. Als man sich gegen 22:30 Uhr etwas verteilt hatte, um nach den weit auseinander stehenden Ruten zu sehen, rief es plötzlich aus der am weitesten entfernten Ecke „Biss!“. Harry und ich liefen direkt los, als uns Günthers Sohn mit den Worten „doch nichts“ entgegen kam. Wir drosselten unser Tempo, bis es von weit entfernt erneut rief „Doch, Fisch! Fisch dran!“. Am Ort des Geschehens angekommen, sahen wir den Hamburger Hünen in der Dunkelheit mit einem starken Fisch kämpfen. Der Dunkelheit (oder dem Schorle?! J ) war es dann auch anzulasten, dass er im Eifer des Gefechts den Fisch bereits fast die Steinpackung der Buhne hinauf gekurbelt hatte.

joachimwaller

Nachdem er die Drillposition gewechselt hatte, lief der Drill dann aber problemlos und ich konnte nach einer Kneipp-Kur im ar***kalten Rheinwasser zum Wallergriff ansetzen. Nachdem die ersten Schätzungen zunächst von etwa 150cm ausgegangen waren, sahen wir nun, dass der Fisch doch deutlich größer war. Beim kurzen Vermessen im knietiefen Wasser zeigte das Maßband 1.80m. Optimistisch gemessen wären es wohl 190cm gewesen. Natürlich musste der Hamburger Jung nun zum Fotoshooting ins Wasser. Nachdem er erfolglos versuchte, den Fisch aus der Hocke zu präsentieren, hörte er auf meinen dritten (manche sagen auch, es wäre der 300ste J) Rat, sich auf die Knie ins kalte Rheinwasser zu begeben. Danach funktionierte die Präsentation sehr gut und wir konnten einige schöne Erinnerungsfotos schießen, um den Fisch danach direkt wieder in die kalten Fluten zu entlassen.joachimhelm

Der Rest des Abends und der Nacht blieben dann bis auf einen Biss an Harrys Rute, den er (für’s Protokoll: um 06:02 Uhr 🙂 ) trotz Funkbissanzeiger verschlafen hatte, ohne weiteren Fisch.

Das Highlight des Morgens war Günther, der voller Eifer für die ganze Truppe schmackhaften Kaffee zubereitete … 🙂

joachimwaller3So ging dann mein Besuch leider auch schon wieder zu Ende, aber eines ist sicher: das war nicht der letzte Besuch. Es ist immer wieder schön, mit euch am Wasser zu sein! 🙂

Grüße

René